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Sonntag, 10. Mai 2026, 11:30 Uhr

Die Rose und die Nachtigall

Kulturmorgen

Performance nach Motiven der Erzählung von Oscar Wilde mit

Stephanie Micke - Tanz
Frank Kistner - Kontrabass, Rezitation
Boris von Reibnitz - Bühnenbild

Premiere zum Kulturmorgen
am 10.05.2026 im Atelier von Ellen Ern in den Güterhallen Solingen
11:30 Uhr und 12:30 Uhr

„Sie sagte, sie würde mit mir tanzen, wenn ich ihr eine rote Rose brächte“, rief der junge Student, „aber in meinem ganzen Garten ist keine rote Rose.“
Dieses Dilemma - und dass er es mit all seinem Wissen aus den Büchern nicht auflösen kann - bringt den jungen Studenten zur Verzweiflung.
„Das ist endlich mal ein treuer Liebhaber“, sagte die Nachtigall und sie ist so verzückt von dieser Liebe, dass sie überall nach roten Rosen fragt und ihr schönstes Lied dafür anbietet. Aber der eine Strauch hat nur weiße, der andere nur gelbe Rosen und der dritte nach dem strengen Winter gar keine - es ist zum Verzweifeln.
Nur der alte weise Eichbaum weiß ein letztes, aber schreckliches Mittel: „Wenn du eine rote Rose haben willst, dann muss du sie beim Mondlicht aus Liedern machen und sie färben mit deinem eigenen Herzblut. Du musst für mich singen, und deine Brust an den Dorn pressen. Die ganze Nacht musst du singen, und der Dorn muss dein Herz durchbohren, und dein Lebensblut muss in meine Adern fließen und Mein werden.
Schweren Herzens aber fest entschlossen gibt die Nachtigall ihr Leben für die Liebe. „Aber die Liebe ist besser als das Leben und was ist ein Vogelherz gegen ein Menschenherz.“
Sie singt die ganze Nacht hindurch und presst sich an den Dorn des Rosenstrauchs bis das Blut aus ihr gewichen ist und sie tot im Gras liegt. Aber die Rose ist rot und der Student findet sie.
Als er sie aber überreichen will, wird er hochmütig abgewiesen: „Ich fürchte, sie passt nicht zu meinem Kleid, und dann hat mir auch der Neffe des Kammerherrn echte Juwelen geschenkt, und das weiß doch jeder, dass Juwelen mehr wert sind als Blumen.“
„Wahrhaftig, Ihr seid undankbar“, rief der Student gereizt und die Rose landet auf der Straße und wird von einem Wagenrad überrollt.
„Wie dumm ist doch die Liebe“, sagt sich der Student und wendet sich wieder seinen Büchern zu.

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